Therapieschwerpunkte und Behandlungsmethoden

Zu mir in die Praxis kommen Patienten mit Angststörungen, Depressionen, chronischen Schmerzen und psychophysiologischen Störungen und Beschwerden. Behandelt werden auch Patienten in akuten Lebenskrisen und Patienten mit Persönlichkeitsstörungen.

Die Kosten der Behandlung werden sowohl von den gesetzlichen als auch von den privaten Kassen übernommen.


Kognitive Verhaltenstherapie

Die meisten Patienten mit Angststörungen und depressiven Stimmungen äußern eine Vielzahl negativer und irrationaler Gedanken. Diese "furchterregenden Fantasievorstellungen" bestimmen dann das depressive Fühlen und Denken, verzerren die reale Wahrnehmung und verstärken so insgesamt die Hilflosigkeit und den Leidensdruck der Patienten. 
Die kognitive Verhaltenstherapie will die Patienten auf diese negativen und die Symptomatik verstärkenden Gedanken im positiven Sinne aufmerksamer machen. Sie sollen zum einen erkennen lernen, in welchen Situationen die Negationen, Selbstzweifel und Selbstabwertungen auftreten, zum anderen sollen sie lernen, zu diesen Negationen auf eine Art innere Distanz zu gehen, diese zu versachlichen und sich damit emotional zu entlasten.


Verhaltensübungen

Vor allem bei der Behandlung von Ängsten und Zwängen sind Verhaltensübungen sinnvoll. Insbesondere diese Störungen werden von den Patienten unwillentlich dadurch verstärkt, indem sie die Konfrontation mit den negativen Situationen und Objekten aktiv wie passiv vermeiden oder ein ausgeprägtes Sicherheits- und Kontrollverhalten zeigen. Verhaltensübungen im Sinne von Konfrontationen (Abbau der Vermeidung und des Sicherheits- und Kontrollverhaltens) dienen dann nicht nur der Reduktion von Angst- und Stressreaktionen, sondern auch dem Aufbau des Vertrauens zu sich selbst und den Alltags- und Lebensbedingungen, denen wir alle ausgesetzt sind. Und bei solchen Verhaltensübungen können die Patienten ihre gelernten kognitiven Bewältigungsstrategien und konditionierten Entspannungsübungen gezielt einsetzen.


Entspannungsverfahren

Bei der Behandlung von Ängsten und Depressionen hat sich der Einsatz von Entspannungsübungen bewährt. Zu nennen sind hierbei das Autogene Training (AT) und die Progressive Muskelrelaxation (PMR) nach JACOBSON. 
Bei dem Autogenen Training handelt es sich um eine physiologische Entspannungsübung, die dem Patienten die Möglichkeit gibt, durch Selbstsuggestionen direkten Einfluss auf seine physiologischen Reaktionen zu nehmen und so den Körper zu entspannen und zu einer inneren Ruhe zu finden. Das AT kann erfolgreich eingesetzt werden bei der Behandlung von Ängsten, depressiven Unruhezuständen und Verspannungen, aber auch bei der Therapie von chronischen Schmerzen und psychosomatischen Erkrankungen. 
Bei der Progressiven Muskelrelaxation nach JACOBSON handelt es sich um eine muskuläre Entspannungsübung, d.h. über die direkte Entspannung der Muskulatur werden indirekt auch die physiologischen Körperreaktionen angesprochen und desaktiviert. Einzelne Übungsteile aus diesem Programm lassen sich darüberhinaus auch als differentielle und konditionierte Entspannungsübungen nutzen. 
Differentiell bedeutet, der Patient wird zunehmend aufmerksamer und sensibler, in welchen Stress- und Belastungssituationen er mit welchen Muskelgruppen anspannt. 
Konditioniert bedeutet, der Patient setzt in seinen spezifischen Belastungssituationen bewusst eine Entspannungsübung aus dem PMR ein, die dann zu einer Stress- und Angstreaktion führt. 
Wie das AT so zeigt auch die PMR gute Erfolge bei der Behandlung von Ängsten und Phobien, in der Therapie mit depressiven Patienten, bei chronischen Schmerzen und psychosomatischen Störungen.


Gesprächstherapeutische Elemente zur Förderung und Stärkung der eigenen Fähigkeiten und Leistungen

Im Rahmen einer Gesprächstherapie ist es wichtig, sich mit Wertungen über den Patienten und sein Verhalten zurückzuhalten und ihm stattdessen seine Gefühle und Gedanken wie ein Spiegel zurückzumelden. Der Patient wird sich hierdurch viel eher der Irrationlität seiner negativen Gedanken, Selbstzweifel und Selbstabwertungen und der oft verzerrten Wahrnehmung seiner Realität bewusst. Und es verstärkt seine Einsicht und Motivation zur Veränderung. 
Darüberhinaus wird in einem weiteren Schritt die Aufmerksamkeit bewusst auf die Fähigkeiten und die Leistungen des Patienten gelenkt. Er soll sich seiner eigenen zahlreichen Ressourcen bewusster werden, diese auch einsetzen lernen und somit sein Selbstvertrauen und sein Selbstwertgefühl stärken.


Der Einsatz von Trance und Hypnose

Übungen zur Trance und Hypnose sind auf das Bewusstsein konzentrierte Methoden, die dem Patienten die Möglichkeit geben, auf seine belastende Symptomatik in sehr spezifischer und individueller Weise einzugehen und sich damit emotional zu entlasten. Trance und Hypnose werden u.a. als Übungen zur systematischen Desensibilisierung eingesetzt und können bei der Behandlung von starken Ängsten, Schmerzen und traumatischen Erlebnissen entsprechend erfolgreich zur Anwendung kommen.